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VREscape – Ein VR-Escape-Room mit haptischem Feedback

by Mario Wehr

Überblick

Motivation und Zielsetzung

Wie verändert sich ein VR-Erlebnis, wenn Interaktionen nicht nur zu sehen und zu hören, sondern auch zu spüren sind? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Projektteam bei der Entwicklung von VREscape.

Ein Escape Room bietet dafür zahlreiche Gelegenheiten: Spielende erkunden Räume, untersuchen Gegenstände und lösen Aufgaben durch Interaktion mit ihrer Umgebung. Ziel des Semesterprojekts war es, einen vollständigen VR-Escape-Room zu entwickeln und verschiedene Ereignisse und Interaktionen durch haptische Rückmeldungen zu ergänzen.

Konzept und Umsetzung

VREscape führt die Spielenden auf ein verlassenes Raumschiff, dessen Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert wurde. In der Rolle einer Technikerin oder eines Technikers müssen sie Schiffssysteme wiederherstellen, Rätsel lösen und die Selbstzerstörung rechtzeitig stoppen.

Nach einer Einführung öffnen die Spielenden den ersten Gang und gelangen in den Hauptraum. Dort schalten sie die Notstromversorgung ein. Ab diesem Zeitpunkt läuft die Selbstzerstörung, während die Sauerstoffversorgung wiederholt ausfällt. Anschließend gilt es, den Code für einen zweiten Gang zu finden und im Wartungsraum die Selbstzerstörung zu deaktivieren. Die Projektbeschreibung nennt drei aufeinander aufbauende Spielbereiche, drei Haupträtsel und zwei Nebenrätsel.

Technisch setzte das Team das Spiel mit Unity, dem XR Interaction Toolkit und OpenXR für die Meta Quest 3 um. Nach der gemeinsamen Konzeption von Geschichte, Spielwelt und Rätseln wurden die Spielmechaniken zunächst einzeln entwickelt und anschließend in einer gemeinsamen Szene zusammengeführt. Über das bHaptics SDK integrierte das Team ein TactSuit Pro und TactSleeves. Sie geben bei verschiedenen Interaktionen und Ereignissen Vibrationssignale an die Spielenden weiter.

Ergebnisse / Diskussion

Entstanden ist ein VR-Escape-Room mit mehreren Rätseln, drei aufeinander aufbauenden Spielbereichen und mehreren möglichen Enden. Das haptische Feedback erweitert die Interaktion mit der virtuellen Umgebung um eine körperlich spürbare Ebene.

Ausblick

Als mögliche Erweiterungen nennt das Team Einstellungen für Bewegung und Komfort, einen Holster für Gegenstände am Körper sowie zufällige Rätsel für mehr Wiederspielwert. Zusätzliche audiovisuelle und haptische Effekte könnten das Erlebnis weiter ausgestalten. Auch bei Benutzerfreundlichkeit und technischer Stabilität sieht die Projektbeschreibung noch Optimierungsmöglichkeiten.

VREscape zeigt, wie sich eine rätselbasierte VR-Spielwelt mit haptischer Hardware verbinden lässt – und schafft eine Grundlage, um die Wirkung solcher Rückmeldungen künftig genauer zu untersuchen.

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